Klippen in der Paarbeziehung

Was kann man tun, um die Paarbeziehung über familiäre Krisen zu retten, welche Klippen sind die gefährlichsten?

Kommunikation

Auch im Alltag im Gespräch zu bleiben ist ein wichtiger Baustein für eine stabile Beziehung. Eines der grundlegenden Probleme scheiternder Beziehungen und hasserfüllter Trennungen ist das Fehlen einer sinnvollen Kommunikation. Die meisten von uns haben nicht gelernt, wie Kommunikation in einer Beziehung und einer Familie besser gelingen kann. Deshalb sollte man lernen und üben, solange der Himmel voller Geigen hängt, oder spätestens, sobald die erste abgehängt wird. Angebote.
Für junge und alte Paare bieten die Kirchen Kommunikationskurse, zum Teil als Ehevorbereitungskurse an.

Kleinkinder

Die Belastung von Eltern kleiner Kinder ist enorm. Schlaflose Nächte, Kinderkrankheiten, Doppel- oder Dreifachbelastung durch Kinderbetreuung, Haushalt, Beruf – wie kann man einen Ausgleich schaffen?

Und wie finde ich Sicherheit im Umgang mit meinem Kind? Unzählige Erziehungsratgeber widersprechen sich grundlegend und geben allzu häufig eine subjektive Überzeugung des Autors oder der Autorin wieder. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik, eine wissenschaftliche Einrichtung des Freistaates Bayern, veröffentlich auf seiner homepage viele informative Artikel über seine Forschungsergebnisse.

Empfehlenswert für Eltern kleiner Kinder suind auch die „Safe-Kurse“ zur Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kinder. Diese werden bei einer Vielzahl von Institutionen angeboten.

Auch die vom Kinderschutzbund entwickelten und mittlerweile weit verbreiteten Elternkurse „Starke Eltern - Starke Kinder“ helfen, den Familienalltag besser zu bewältigen.

Hilfe im Alltag bietet in München eine Vermittlungsstelle des Evang.-Luth. Dekanats für Tagesomas und Tagesopas.

Pubertät

Die nächste schwierige Familienphase beginnt mit der Pubertät der Kinder – häufig gepaart mit Schulschwierigkeiten, Rauschmittelge- und missbrauch, ersten sexuellen Erlebnissen.
Das ist eine große Herausforderung für Eltern. Die Literatur hierzu ist zahllos. Gruppenangebote „Loslassen und Haltgeben“ gibt es beispielsweise bei Pro Familia.

empty-nest-syndrom

Wie kommen Eltern wieder alleine zurecht, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Ausführliche Informationen finden Sie hier.

binationale Ehen

Unterschiedliche Kulturen in der Familie können eine große Bereicherung sein, aber auch zu Missverständnissen, unterschiedlichen Lebensplänen und Prioritäten führen, Kommunikation kann  an sprachlichen Schwierigkeiten, aber auch an unterschiedlichen Lebenshaltungen scheitern.

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften kann hilfreiche Unterstützung bieten.

Patchwork-Familien

In Patchwork-Familien können sich zusätzliche Belastungen ergeben, wenn sich die Kinder mit dem Stiefelternteil nicht verstehen, oder umgekehrt, oder wenn Stiefgeschwister aufeinander prallen. Gute Informationen über die Wege zum friedlichen Zusammenwachsen finden Sie bei Hans Dusolt, Schritt für Schritt, Ein Leitfaden zur Gestaltung des Zusammenlebens in Stieffamilien, oder in dem wunderbaren Buch von Jesper Juul, Aus Stiefeltern werden Bonuseltern, Chancen und Herausforderungen für Patchwork-Familien.

Trennung und Scheidung im Alter

Schwierigkeiten, den Übergang vom Berufsleben in das Rentenalter zu finden, können eine Ehe erheblich belasten.

In den USA nennen Psychiater das Krankheitsbild der betroffenen Ehefrauen "Retired Husband Syndrom". Wer Loriots „Papa ante Portas“ sah, weiß, was gemeint ist.

Der Mann integriert sich nur schlecht in den neuen Familienalltag und setzt die Frau derart unter Stress, dass dadurch Asthma, Depressionen, Rückenschmerzen oder sogar Herzbeschwerden auftreten können. Folge: Eine deutlich erhöhte Scheidungsrate Pensionierter.

Rechtzeitige Planung des Ruhestands und eine gute Kommunikation zwischen den Eheleuten sind unabdingbar, um ständige Auseinandersetzungen zu vermeiden.